Hatten Sie einen Bandscheibenvorfall?

Bandscheibenvorfälle können für langwierige Komplikationen und Folgeschäden verantwortlich sein

(von Thomas Pitzler, Wirbelsäulenpräventionstherapeut) Hat Sie auch ein Bandscheibenvorfall heimgesucht? Hatten Sie auch heftige Schmerzen, wie so viele, denen ein Prolaps widerfahren ist? Vor allem dann, wenn der Bandscheibenvorfall mit deutlich spürbaren Schmerzen verbunden ist, vergisst man diese Erfahrung so schnell nicht wieder und umso weniger vergißt sie der Körper.

Meist lassen sich die Schmerzen durch entsprechende Maßnahmen doch weitestgehend beseitigen, doch was bleibt ist die gespeicherte Erinnerung an den Schmerz - und immer eine mehr oder minder bewußte Schonhaltung zur Vermeidung einer Wiederholung. Das ist vom Körper her nur allzu konsequent. Doch denken Sie nur einmal an einen Gipsverband, zum Beispiel am Arm. Sehen Sie auch dieses Bild vor sich, um wieviel dünner der eingegipste Arm geworden ist? Das Problem an der Sache ist nun, ob Schonhaltung beim Bandscheibenvorfall oder Gips - dass die schwächer gewordene Muskulatur nicht mehr die Schutzfunktion für das Gelenk bzw. den Wirbel aufbringen kann wie vorher. Nun aber ist das Auftreten eines Bandscheibenvorfalls in 90% der Fälle auch damit verbunden, dass die notwendige Schutzfunktion der Muskulatur schon vorher nicht gegeben war, ansonsten wäre der Vorfall gar nicht aufgetreten. Wer also nicht Gefahr laufen möchte, einen erneuten Vorfall zu erleiden, oder auch Abnutzungserscheinungen durch die Schon- bzw. Fehlhaltung zu bekommen, dem sei dringend angeraten, ein fundiertes fachliches Aufbautraining für den betroffenen Bereich durchzuführen.

 

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